Tag des Gedenkens
Tag des Gedenkens
an die Opfer des Nationalsozialismus
Gegen das vergessen
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17109 Demmin
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Nancy Klevenow
n.klevenow@demmin.de
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Kinder unterschiedlichen Alters trafen aus zwei verschiedenen Schulen an einem Ort außerhalb ihrer Lernorte aufeinander.
Das gemeinsame Ziel: Theater spielen!
Aber wie sollte das gehen, wie mit Menschen umgehen, die sich fremd waren, an einem Ort, der allen fremd war?
Um gemeinsam Theater zu spielen, traten die Camp-Teilnehmenden in Kontakt miteinander, lernten sich kennen, tauschten verschiedene Ideen aus und kommunizierten über diese. Sie erfuhren Toleranz und Kompromissbereitschaft und probierten diese aus. Im Rahmen der viertägigen Camp-Woche ließen sie gemeinsam Theaterszenen entstehen, und auch ihre theaterfreien Campzeiten gestalteten die Kinder und Jugendlichen miteinander. Und vor allem: In welchem Zustand reisten die Kinder an und wieder ab? Was trennte, was verbindete, was hatte sich in vier Tagen verändert?
Wichtig war den Antragstellenden der Weg – das heißt, der Prozess, den die Kinder durchlebten. Die gesellschaftliche und politische Lage war ernst. Angst vor Veränderung, vor Verlust, der hohe Zuspruch zu rechten Parteien, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich – all das zeichnete sich deutlich ab. Nach drei Jahren Corona-Pandemie ging man geräuschlos zur Tagesordnung über, obwohl besonders Kinder und Jugendliche die Geschehnisse noch nicht ansatzweise verarbeitet hatten.
Neuem und Fremdem begegnete man mit Misstrauen und Ablehnung. In diesen Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheiten hielten die Antragstellerinnen kreativen Austausch und soziale Begegnungen für dringend erforderlich, um erfolgreiche Demokratiebildung zu betreiben.
Im Juli 2024 wurde in Demmin erstmalig eine legale Graffitiwand frei gegeben.
Das Projekt wurde von Jugendlichen initiiert, die sich in Demmin einen kreativen Ort wünschen, an dem sie legal sprühen können und wo sie auch auf andere Sprayerinnen und Sprayer.
Mit der Wand wollen sie ihre Stadt bunter machen und hier gezielt zu gemeinsamen Graffitiaktionen einladen. Der Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie Demmin finanzierte Materialien, um die Wand herzurichten, ein Schild mit den Nutzungsregeln und die Eröffnungsfeier.
In diesem Jahr spielten drei Live-Acts, die Dancing Angels aus Demmin sowie mehrere DJs. Außerdem gab es Infostände: neben Sea-Eye aus Rostock war auch die Partnerschaft für Demokratie mit einem Infostand zum Jugendfonds vertreten. Neben vielen Gästen aus der Region kamen Musik-Fans aus anderen Teilen Deutschlands. Die Organisatoren haben dabei den Anspruch, den Ticketpreis möglichst niedrig zu gestalten, so dass auch Jugendliche mit wenig Geld das Open Air besuchen können. Mit Geldern des Jugendfonds wurden die Musikacts und die Öffentlichkeitsarbeit des Festivals unterstützt.